Kosten beim Führerschein-Umtausch: Was du 2026 wirklich bezahlst

Stand: 22. Februar 2026
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Quellenbasiert

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Der Führerschein-Umtausch kostet meist zwischen 35 und 65 Euro. Die Behördengebühr liegt bei 25-30 Euro, ein biometrisches Passfoto kostet ca. 10-15 Euro. Bei Papierführerscheinen können für eine Karteikartenabschrift zusätzlich 10-20 Euro anfallen. Express-Bearbeitungen kosten extra. Die genauen Kosten variieren je nach Kommune und individueller Situation.

Der Umtausch des alten Führerscheins in den neuen EU-Kartenführerschein ist für Millionen Deutsche Pflicht. Doch was kostet dieser Verwaltungsakt wirklich? Viele unterschätzen die Gesamtkosten, weil sie nur an die Behördengebühr denken. In diesem Guide erfährst du alle Kostenpunkte im Detail, wo Zusatzkosten lauern und wie du beim Umtausch sparen kannst.

Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: der Behördengebühr für den Umtausch selbst, den Kosten für ein biometrisches Passfoto und bei Papierführerscheinen oft noch der Karteikartenabschrift. Je nach individueller Situation können weitere Kosten hinzukommen, etwa für den Versand, Express-Bearbeitung oder bei Verlust des alten Führerscheins.

Warum fallen überhaupt Kosten an?

Der Führerschein-Umtausch ist ein kostenpflichtiger Verwaltungsakt. Die Gebühren sind in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) festgelegt und decken die Verwaltungskosten der Fahrerlaubnisbehörden. Dazu gehören die Bearbeitung deines Antrags, die Prüfung deiner Unterlagen, die Produktion des neuen Führerscheins und die Aktualisierung im zentralen Fahrerlaubnisregister.

Die Kosten für das Passfoto und gegebenenfalls die Karteikartenabschrift kommen on top und variieren je nach Anbieter und ausstellender Behörde. Diese Kosten sind nicht in der Umtauschgebühr enthalten, sondern musst du separat aufbringen.

Typische Gesamtkosten

Einfacher Umtausch (Kartenführerschein) 35–45 €
Mit Karteikartenabschrift (Papierführerschein) 50–65 €
Bei Verlust des alten Führerscheins 45–65 €

Kostenaufstellung im Detail

Behördengebühr

Umtausch-Gebühr 25–30 €

Die Gebühr ist bundesweit ähnlich, kann aber je nach Kommune leicht variieren. Sie wird bei Antragstellung fällig.

Biometrisches Passfoto

Passfoto (6 Stück) 10–15 €

Preise variieren stark je nach Anbieter. Drogerie-Automaten sind oft günstiger als Fotostudios.

Günstige Passfoto-Optionen →

Karteikartenabschrift (falls nötig)

Abschrift + Versand 10–20 €

Nur bei Papierführerscheinen nötig, wenn diese nicht am aktuellen Wohnort ausgestellt wurden. Die Kosten hängen von der ausstellenden Behörde ab.

Mehr zur Karteikartenabschrift →

Zusatzkosten (bei Bedarf)

Führerschein verloren (Zusatzgebühr) 10–20 €
Express-Bearbeitung (falls angeboten) 30–50 €
Versand per Post (falls gewünscht) 5–10 €

Spartipp: Frühzeitig umtauschen

Wenn du kurz vor deiner Frist umtauschst und keinen Termin mehr bekommst, könnte eine Express-Bearbeitung (falls angeboten) deutlich teurer werden. Plane mindestens 2-3 Monate Puffer ein.

Bezahlung bei der Behörde

Die meisten Fahrerlaubnisbehörden akzeptieren EC-Karten (Girocard). Einige Behörden nehmen nur Bargeld. Kreditkarten werden seltener akzeptiert.

Die Gebühr wird in der Regel bei der Antragstellung fällig. Das heißt, du zahlst, wenn du deine Unterlagen abgibst – nicht erst bei der Abholung des neuen Führerscheins. Manche Behörden bieten auch die Zahlung per Überweisung an, besonders bei Briefanträgen.

Tipp: Erkundige dich vorher bei deiner Behörde, welche Zahlungsarten möglich sind. Die Information findest du meist auf der Website deiner Stadt oder Gemeinde.

Regionale Unterschiede bei den Kosten

Die Behördengebühr ist bundesweit relativ einheitlich und liegt meist zwischen 25 und 30 Euro. Dennoch gibt es kleine regionale Unterschiede, da Kommunen einen gewissen Spielraum bei der Gebührenfestsetzung haben.

Beispiele aus deutschen Großstädten:

München ca. 25,30 €
Berlin ca. 24,30 €
Hamburg ca. 25,00 €
Köln ca. 27,00 €
Frankfurt ca. 26,50 €

Stand: Januar 2026. Die genauen Gebühren können sich ändern. Prüfe die aktuellen Kosten auf der Website deiner zuständigen Behörde.

Wichtig: Die Gebühr für die Karteikartenabschrift variiert deutlich stärker. Manche Behörden verlangen 10 Euro, andere bis zu 25 Euro. Rechne daher mit einem gewissen Puffer.

Spartipps: So hältst du die Kosten niedrig

💰 Passfoto bei Discounter-Automaten

Fotostudios verlangen oft 15-20 Euro für biometrische Passfotos. Automaten in Drogeriemärkten (dm, Rossmann, Müller) oder Supermärkten kosten meist nur 8-12 Euro. Die Qualität ist für Behördenzwecke völlig ausreichend.

Frühzeitig umtauschen

Wer kurz vor Fristende umtauscht, riskiert lange Wartezeiten und muss möglicherweise eine teure Express-Bearbeitung (30-50 Euro extra) in Anspruch nehmen. Plane mindestens 2-3 Monate Puffer ein.

📧 Selbstabholung statt Versand

Viele Behörden bieten an, den neuen Führerschein per Post zu versenden (5-10 Euro Gebühr). Wenn du die Möglichkeit hast, hole ihn persönlich ab – das spart Geld und ist sicherer.

📄 Karteikartenabschrift online beantragen

Manche Behörden ermöglichen die Online-Beantragung der Karteikartenabschrift. Das ist oft günstiger als der Briefweg und geht schneller. Prüfe, ob deine damalige Ausstellungsbehörde diese Option anbietet.

Häufige Kostenfallen vermeiden

❌ Veraltetes Passfoto mitbringen

Das Foto darf nicht älter als 6 Monate sein und muss biometrisch sein. Alte Fotos werden abgelehnt – du musst dann nochmal losziehen und neue machen lassen.

❌ Ohne Karteikartenabschrift erscheinen

Bei Papierführerscheinen, die nicht am aktuellen Wohnort ausgestellt wurden, wird die Karteikartenabschrift fast immer verlangt. Ohne sie wird dein Antrag nicht bearbeitet. Das kostet dich Zeit und möglicherweise einen zweiten Termin.

❌ Frist knapp verfehlen

Wer die Frist verpasst, zahlt bei Kontrollen ein Verwarnungsgeld von ca. 10 Euro. Zwar kannst du auch nach Fristablauf umtauschen, doch das Bußgeld summiert sich bei mehreren Kontrollen.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick

1 Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

In der Regel nein, da der Führerschein-Umtausch eine private Pflicht ist. In Einzelfällen (z.B. Berufskraftfahrer) kann es als Werbungskosten absetzbar sein.

2 Gibt es Ermäßigungen?

Nein, die Gebühren sind gesetzlich festgelegt. Es gibt keine Ermäßigungen für Studenten, Rentner oder andere Gruppen.

3 Muss ich sofort bezahlen?

Ja, die Gebühr wird bei der Antragstellung fällig. Die meisten Behörden akzeptieren EC-Karten, manche nur Bargeld.

4 Was kostet es, wenn ich den Führerschein verloren habe?

Zusätzlich zur normalen Gebühr fallen ca. 10-20 Euro Bearbeitungsgebühr an. Außerdem brauchst du eine polizeiliche Verlustanzeige.

PH

Philipp Hafner

Redakteur bei Führerschein-Umtauschfrist.de

Recherchiert seit 2024 zu Führerschein-Themen und Behördenverfahren. Hat bereits über 50 Fachartikel zu Umtauschfristen, Dokumentenanforderungen und behördlichen Abläufen veröffentlicht.

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2026
Fakten geprüft

Quellen und Rechtsgrundlagen

Alle Informationen auf dieser Seite basieren auf offiziellen Rechtstexten und Behördenangaben. Wir aktualisieren unsere Inhalte regelmäßig, um Ihnen stets aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten.

FeV Anlage 8e - Umtauschfristen Führerscheine

Offizielle Rechtsgrundlage für alle Umtauschfristen

Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Informationen zur EU-Führerscheinrichtlinie

Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

Gesetzliche Grundlagen zum Führerscheinrecht

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